Kategorie: Blogtour

[Blogtour Tag 1] „Die Abgründe der Buchwelten“ – eine therapeutische Blogtour

Vor nicht all zu langer Zeit bekam ich das Buch „Uns geht’s allen total gut“ von Daryl Gregory zugespielt. Ich las es mit wachsender Begeisterung und am Ende hatte ich einen Plan. Ich wollte eine Therapiegruppe für ganz spezielle bibliophile Patienten gründen. Meine betroffenen Patienten aus den Einzeltherapien hätten so die Chance zu entdecken, dass sie nicht alleine mit ihren seltsamen Erlebnissen sind, könnten sich endlich öffnen und vielleicht auch gemeinsam einen Weg finden in und mit der Realität klar zu kommen.

Ich habe einigen meiner Patienten die Gruppentherapie angeboten, aber nur drei waren bereit sich darauf einzulassen: Anna, Bianca und Patty. Sie gehören zu meinen ’schwierigeren‘ Fällen, umso mehr freute es mich, dass sie das Angebot wahrnehmen wollten. Anna erzählte mir von ihrer Freundin Mareike sodann war auch der Therapieplatz belegt und die Gruppe komplett.Die ersten Sitzungen dienten noch dazu Vertrauen aufzubauen und sich besser kennenzulernen. Niemand wagte es jedoch direkt von seinen Erlebnissen zu berichten. Zu groß war anscheinend die Angst wieder auf Unverständnis zu treffen. Also gab ich ihnen die Aufgabe ihre Erlebnisse aufzuschreiben und zur nächsten Sitzung mitzubringen. Ich bat sie, einer nach dem anderen, diese schriftlich festgehaltenen Erlebnisse um ihre Person der Gruppe vorzulesen und was dabei ans Licht kam, hätte ich so nie erwartet…

Meine Patienten sind keine gewöhnlichen Leser, die für kurze Zeit in einer Buchwelt abtauchen, wieder auftauchen und sich anschließend in eine Neue stürzen. Nein, meine Patienten sind ganz und gar in einer Buchwelt versunken und nie vollständig wiedergekommen, manche haben es dann zwar noch in weitere Buchwelten geschafft, aber auch da haben sie einen Teil von sich zurückgelassen. Sie haben Dinge erlebt, die ein gewöhnlicher Leser nie nachvollziehen oder verstehen wird und ihnen erst recht nicht glaubt, wenn sie von ihren teils grausigen Erlebnissen berichten. Ein gewöhnlicher Leser bezeichnet diese ‚Erlebnisse‘ meist als ‚(Tag)Träumerei‘ oder sagen ‚da geht die Fantasie mit dir durch‘, aber meine Patienten sind sich den Abgründen der Buchwelten bewusst und haben diese teils am eigenen Leibe erfahren müssen. Unter ihnen sind aber nicht nur ‚besondere‘ Leser, wie ich sie nenne, sondern auch solche, die in diesen Welten geboren wurden und nun in der Realität gestrandet sind.

Auch in meiner Therapiegruppe befinden sich solche ‚Buchcharaktere‘ neben den ‚besonderen Lesern‘. Findest du heraus, wer was ist und von welchen Welten sie berichten?

 

Andere Beiträge der Blogtour

Dienstag            Mareike

Mittwoch                Anna

Donnerstag           Patty

Freitag                 Bianca

 

 

Von Vanessa 6. Februar 2017 0

[Blogtour] Tag 2 Meet & Greet mit Lars Simon auf der Frankfurter Buchmesse

Hallo ihr Lieben und Willkommen zur Blogtour von Lars Simons Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen! Ich möchte euch heute von dem Meet & Greet auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse erzählen.
Am Messefreitag um 14 Uhr empfang uns der dtv-Verlag am Stand in Halle 3.0 zum Meet & Greet mit dem Autor Lars Simon. Es gab Kekse, Wasser und auf Wunsch auch Kaffee. So saßen wir Bloggerinnen (8 an der Zahl) mit Stefanie Boller und Christiane Schweitzer vom dtv-Verlag zusammen mit Lars Simon an einem Dreieck aus Tischen und konnten den Autor mit unseren Fragen löchern. Leider war es am Messestand doch etwas lauter bzw. drumherum, sodass nicht jeder immer alles verstand und sich leider auch keine fließende Fragerunde ergab. Natürlich habe ich euch aber trotzdem ein paar interessante Dinge rund ums Buch und den Autor mitbringen können. Davon mehr einen Absatz später. ;-)
Nach der Frage-Antwort-Runde signierte Lars Simon dann noch fleißig alles, was wir ihm hinlegten – vor allem die tollen Poster, die wir vom Verlag bekamen. Ich konnte auch für euch ein signiertes Poster, einen tollen Mops-Button und ein Lesezeichen mitbringen, was ihr beim Gewinnspiel zu dieser Blogtour gewinnen könnt. Nach der Signiersession gings dann zur Mopswand am dtv-Stand für ein Gruppenfoto und anschließend haben wir alle noch Einzelfotos mit Lars Simon gemacht und es ergab sich noch das ein oder andere Gespräch mit ihm. An dieser Stelle möchte ich dem dtv-Verlag für diese Möglichkeit des Treffens danken, Stefanie und Christiane fürs Organisieren und Lars Simon für die Zeit und Beantworten unserer Fragen!
©dtv-Verlag
So jetzt möchte ich euch nicht länger hinhalten und euch endlich erzählen, was Lars Simon uns so erzählt hat! =)
Die Fragen aller Fragen zu diesem Roman, war wohl Folgende: Warum musste es ausgerechnet ein Mops sein?! Die Antwort darauf, ziemlich simpel. Lars Simon hat und hatte viel mit Hunden zu tun und der Mops faszinierte ihn besonders. Er ist für ihn ein schöne Mischung, ein kleines Kraftpaket und Simon hat auch schon seine eigenen Erfahrungen mit dieser Rasse gemacht. Für ihn war klar, wenn ein Hund sprechen kann, dann kann es nur ein Mops sein. Und warum heißt der Mops im Roman Bölthorn? Der Name entstammt der skandinavischen Mythologie und ist der Name eines Riesen. (Es steckt also vielleicht doch mehr in einem Mops als man so erwartet?!) Generell haben magische Wesen bei Lars Simon meist Namen mit Bedeutung und/oder verweisen auf Mythologien, manche Namen müssen aber auch einfach nur schön klingen, sowie es bei dem Protagonisten des Romans Lennart Malmkvist der Fall ist. Dann gabs noch Fragen zum Setting Schweden/Göteborg und zu den Rezepten im Buch.  Lars Simon hat selbst lange Zeit in Schweden gelebt und findet, dass Göteborg einfach eine schöne Stadt ist. Die Rezepte aus dem Buch stammen alle von ihm selbst und sind auch erprobt. Bei der Covergestaltung war er mit eingebunden, mischt sich da aber auch nicht zu sehr ein, denn er ist der Auffassung, dass die Covergestalter und Marketingmenschen schon wissen was sie tun und das besser können als er. Lars Simon hat keine Lieblingsfigur, denn sie funktionieren nur zusammen und miteinander. Das lässt sich vielleicht auch auf seinen Art zu Schreiben zurückführen. Für ihn stehen die Charaktere an erster Stelle! „Wenn du weißt, was deine Figur will, hast du keine Schreibblockade.“ antwortete er auf die Frage nach dem Umgang/Erleben von Schreibblockaden. Simon schreibt zu normalen Bürozeiten mit Pausen und kommt so auf 4-5 Stunden Schreibzeit am Tag und auf 7-10 gute Seiten. Er schreibt die Szenen chronologisch und, wie bereits erwähnt, haben die Charaktere einen hohen Stellenwert. Diese sind sehr stark und so lässt er diese miteinander agieren und schreibt auf, was passiert und am Ende kommt dann eine (hoffentlich) gute Geschichte heraus. Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen war nach 6 Monaten fertig geschrieben und die Idee trug Lars Simon ein Jahr mit sich herum, bevor sie zu Papier gebracht wurde. Für die Reihe sind zwischen 4 und 6 Bände vom Autor angedacht, natürlich vorausgesetzt der Verlag entscheidet sich auch für Fortsetzungen. Simon meinte aber auch, dass er nie auf Biegen und Brechen weitere Bände schreiben würde nur um möglichst viel Profit rauszuschlagen. Diese Aussage machte ihn nochmal sympathischer!
 
Wenn ihr jetzt mehr Informationen zum Buch oder dem Autor wissen möchtet und nach der Blogtour noch nicht gesättigt seid, schaut doch mal auf der Aktionsseite des dtv-Verlags vorbei. Den Blogfahrplan und alle Infos zum Gewinnspiel im Rahmen der Tour findet ihr weiter unten.
Ich hoffe ihr lest auch die anderen Beiträge mit Freuden und habt oder hattet viel Spaß mit Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen!

 

 

 

Von Vanessa 2. November 2016 5

[Blogtour] Einführung in die Welt der Manga

Hallo ihr Lieben und Willkommen zur Blogtour zum Manga My Hero Academia von Kohei Horikoshi aus dem Carlsen Verlag. Ich darf heute den Anfang machen und nehme euch mit auf eine kleine Reise durch die Mangawelt! Und am Ende der Reise wartet ein Gewinnspiel auf euch.

Allgemeines zum Manga

Erstmal zum Begriff: das oder der Manga besteht aus den japanischen Wörtern man und ga und bedeutet bunt gemischt/kunterbunt und Bild, also Manga = kunterbunte Bilder. (Quelle: Duden)

So kunterbunt sind die Manga aber meist gar nicht – zumindest wenn man eines aufschlägt. Denn dort begegnet man zwar vielen Bilder, diese sind allerdings schwarz/weiß. Dies hat den Hintergrund, dass in Japan Manga ähnlich gehandhabt werden, wie hier Tageszeitungen, sprich sie sind Wegwerfware und kosten 300-400 Yen (≈ 2-3€). Allerdings gibt es auch Ausnahmen, es gibt Manga, die ein bis zwei kolorierte Seiten haben oder auch kolorierte Ausgaben. Letztere kosten dann natürlich entsprechend mehr. Der Durchschnittspreis für Manga in Deutschland liegt bei 6,95€ pro Band.
Generell kann man sagen, dass Manga das japanische Pendant zu Comics sind. Eins der „typisch“ Zeichenstile für Manga sind Charaktere mit großen Augen und Kindchenschema. Ein weiteres Merkmal ist die Lesart. Manga werden nämlich ausgehend von unserer gewohnten Leserichtung von ‚hinten‘ nach ‚vorne‘ und auf den Seiten von ‚oben rechts‘ nach ‚unten links‘ gelesen. Wer jetzt erstmal verwirrt ist, keine Angst, hält man erstmal einen Manga in der Hand, ergibt sich die Leserichtung von ganz allein. =)

Zurück zum Kunterbunt, denn die Manga mögen dies zwar nicht optisch (Cover ausgenommen) sein, aber umso mehr vom Inhalt. Man könnte sagen, es gibt nichts was es nicht gibt! Kommen wir also zu den verschiedenen Gattungen und Genre!

Gattungen & Genre

Auch bei Manga gibt es die klassischen Genre, wie Fantasy, Sci-Fi, Thriller, Romantik, aber es gibt auch speziellere Genre, wie beispielsweise Manga zu verschiedenen Sportarten und Hobbys, Gourmet-Manga oder Untergenre, wie Magical Girls-Manga. Darüber hinaus gibt es aber noch andere Besonderheiten bei der Einteilung, den die ‚Überkategorien‘ richten sich nach den Zielgruppen und kommen mit eigenen Namen daher (und auch hier gibt es teilweise wieder Unterkategorien). Meist kann man bestimmte Inhalte/Genre diesen Kategorien zuordnen.

Kodomo
sind Manga, die sich speziell an Kinder bis ins Mittelschulalter richten. Inhaltlich geht es meist um Freundschaft und haben einen moralischen Hintergrund.
Ein in Deutschland bekanntes Anime (= Zeichentrickserie/Verfilmte Manga) – Beispiel ist die Serie Hamtaro.

Shōnen
richten sich an die männliche Leserschaft zwischen neun bis 18 Jahre und sind am stärksten vertreten auf dem japanischen Markt. Action und Abenteuer sind inhaltliche Schwerpunkte und Manga werden meist auch eher aus diesem Grund zu dieser Kategorie zugeordnet und nicht wegen der Zielgruppe. Shōnen haben trotz dieses Schwerpunktes die größte thematische Vielfalt: Geschichten um Hobbys, Krimis, Liebesgeschichten, Alltagskomödien. Hauptthema ist allerdings meist immer eine Rivalität zwischen den Protagonisten. Bekannte Beispiele sind Naruto oder Dragon Ball.

Shōnen Ai, Yaoi und Yuri
sind Genre, die homosexuelle Beziehungen als thematischen Schwerpunkt behandeln. In Shōnen Ai (auch Boy’s Love) steht die Entwicklung der Beziehung zwischen zwei jungen Männern im Vordergrund, wenn sexuelle Handlungen explizit dargestellt werden, handelt es sich um Yaoi. Liebesgeschichten zwischen zwei Frauen (mit und ohne explizite Darstellung) findet man unter dem Titel Yuri.

Shōjo
sind das Gegenstück zum Shōnen und richten sich an Mädchen im Alter zwischen sechs bis 18 Jahren. Themen sind oft die erste Liebe, Liebeskummer und Freundschaft.

Seinen
sind für Männer im Alter von 18 bis 30/40 Jahren gedacht. Erfolgreiche Manga dieser Kategorie werden meist nicht nur als Anime adaptiert sonder auch als Realfilm. Viele Geschichten dieser Kategorie drehen sich auf Grund der Zielgruppe um den Alltag bestimmter Berufe und Hobbys, aber es gibt auch viel Action und Erotik. Gewalt und Sex werden meist häufiger und freizügier dargestellt, sind allerdings nicht handlungsbestimmend.

Josei
sind dann das weibliche Pendant zu Seinen und richten sich dementsprechend an erwachsene Frauen. Die Geschichten sind meist realistischer dargestellt als bei den Shōjo-Manga und behandeln Themen aus dem Berufs- oder Familienalltag, Haustiere oder zwischenmenschliche Beziehungen.

Es gibt noch so viel weitere Unterkategorien und Subgenre, aber diese hier sind die Größten/Bekanntesten.

Wie ihr an den Kategorien erkennen könnt, sind Manga nicht „nur für Kinder“, wie oft die gängige Meinung in Deutschland ist. In der japanischen Gesellschaft sind sie fest verankert und so wundert es nicht, dass sie eine der Hauptsäulen in der japanischen Verlagsbranche sind und ein Drittel des japanischen Marktes ausmachen.

Ich hoffe ihr hattet Spaß auf dieser kleinen Reise durch die Mangawelt und seit nun bestens vorbereitet auf die nächsten Tage!

Weiter mit Tag 2 geht es morgen mit einem Graphic Special bei Ricarda.

Von Vanessa 14. September 2016 6

[Büchergeblubber] Rick Riordan – Magnus Chase – Das Schwert des Sommers

Hallo ihr Lieben und Willkommen zum neuen Büchergeblubber, wo dann wirklich über Bücher ‚geblubbert‘ (also gequatscht) wird, ganz frei von der Seele. Und das, was vorher ‚Büchergeblubber‘ hieß und meine ‚Rezensionen‘ waren, werden von nun an auch so heißen! 😉 Also Büchergeblubber = alles was ich über ein Buch loswerden will und Rezension = Besprechung von Büchern, wie ihr es bisher von den Büchergeblubbern kennt. Und das erste Buch, über das ich in diesem ’neuen‘ Format blubbern möchte, ist Magnus Chase – Das Schwert des Sommers von Rick Riordan, welches im Carlsen Verlag erschienen ist.

Für unsere Magnus Chase – Blogtour haben wir alle das Buch bekommen und auf den Blogs von Lea, Patty, Sanne und Simone findet ihr ihre Rezensionen dazu.

Aktuell bin ich bei Kapitel 22/72, also noch nicht so wahnsinnig weit. ABER „WTF?“ und „OMG!“ dieses Buch! Ich lege es nur sehr, sehr ungern aus den Händen – Arbeit pff was ist das… xD Ok, leider geht das nicht und das ’normale‘ Leben unterbricht mich beim Lesen.
Magnus ist ja für mich das erste Buch aus dem Götteruniversum von Rick Riordan btw. das erste Buch von eben diesem und dieser Schreibstil! Ich fliege nur so über die Seiten, schmunzeln oder muss mich im Zug oder Seminar zusammen reißen nicht laut loszulassen. Magnus ist doch ziemlich sarkastisch und mir dadurch sehr sympathisch! Auch durchbricht er immer wieder die ‚vierte Wand‘, spricht den Leser also direkt an. Ich mag es ja, wenn nicht alles ganz ‚klassisch‘ ist, aber auch nur, wenn es gut umgesetzt ist. An diesen Stellen merkt man Magnus‘ Sarkasmus übrigens sehr gut.
Ein weiterer Punkt, den ich wirklich gelungen finde, sind die Überschriften!

Sie sind witzig und manchmal Anspielungen auf Serien, Filme o.ä.. Endlich mal Überschriften die Sinn machen! (oder wenn nicht wenigsten unterhaltsam sind) Beim Thema Anspielungen… davon findet man auch so einige – und ich bin ja erst auf Seite 172.^^
Ich muss zugeben, dass ich anfangs doch ein wenig skeptisch war, ob mich die Geschichte wirklich begeistern kann. Auch die Dicke des Buches schüchterte mich ein wenig ein. Doch ich bin positiv überrascht und kann es kaum erwarten, dass mein Unitag heute vorbei ist! Ich will Lesen!
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte weitergeht und sobald ich durch bin, gibt’s dann auch eine Rezension von mir dazu.

Schaut euch auf jeden die Rezensionen meiner lieben Kolleginnen und Tourbegleiterinnen an!

Und noch zwei Fragen am Schluss:
Wie gefällt euch die neue Version des Büchergeblubbers? 

Und ist der Schreibstil bei den anderen Büchern von Rick Riordan auch so?

Von Vanessa 13. August 2016 2

[Blogtour] Magnus Chase Tag 4 – Willkommen im Hotel Walhalla

Logo des Hotel Walhallas Quelle: bucherchamäleon.de

Hotel Walhalla? Fragt ihr euch jetzt vielleicht. Und ja, ihr habt richtig gehört! Walhalla ist ein Hotel – zumindest in der Welt von Magnus Chase. Ein Hotel mit 540 Zimmern und 7 Eingängen. Ein Hotel in dem es Aktivitäten, wie „Zweikampf auf Leben und Tod“, „Mittagsbuffet auf Leben und Tod“ und „Bikram Yoga auf Leben und Tod“ gibt. Und die Toten wiederauferstehen, denn sie sind ja schließlich schon vorher tot gewesen.

Aber wie viel von diesem Walhalla steht im ‚original‘ Walhalla? Und was genau sind diese neun Welten? Diese Fragen will ich euch heute, so gut es geht, beantworten!

 

 Walhalla (auch Valhalla)

… ist der Wohnsitz Odin und liegt im Zentrum der Götterwelt Asgard. Hier bewirtet der Totengott seine Einherier bis zum Ragnarök, wo sie Odin im Kampf gegen den Fenriswolf beistehen sollen. – Wie die heldenhaft gestorbenen Krieger hier lebten, habt ihr ja bereits bei Sanne erfahren. – Auf dem Dach des Gebäudes steht die Ziege Heidrun, die dort die Blätter des Weltenbaums frisst. Auch ein Hirsch names Eikthyrnir bediehnt sich an den Blättern und von seinem Geweih tropft es bis nach Hvergelsmir, eine Quelle in Niflheim. Walhalla ist also eng mit der Weltmitte (also dem Ursprungsort) verbunden. Das Gebäude hat 540 Tore und 800 Einherier können gleichzeitig durch ein Tor gehen. Es ist also ein ziemlich großes Gebäude, dessen Dach aus gold-glänzenden Schilden besteht und auch sonst gibt es hier viele Rüstungen als Inneneinrichtung.

Asgard

… wird von den Arsen, einem Göttergeschlecht, dem Odin und seine Nachkommen angehören, bewohnt. Bisfröst verbindet Asgard mit Midgard und sieht wie ein Regenbogen aus. In Asgard gibt es zwölf Hallen, die von jeweils einer Gottheit unterhalten wird.

Wanenheim

… hier leben die Wanen, ein zweites Göttergeschlecht, welches die Fruchtbarkeitsgottheiten Njörd, Frey und Frejya umfasst. Zwischen ihnen und den Arsen herrschte lange Zeit Krieg, bis es zu einem Friedensschluss kam und sie in Odins Schar aufgenommen wurden.

Alfheim

… ist die Heimat der Lichtalben. Leider konnte ich nicht mehr Informationen hierzu finden :'(

Midgard

… ist das Land in dem die Menschen leben. Es wurde aus der Leiche des Riesen Ymir, ein Zwitter, der den Stammvater der Trolle und Riesen zeugte, geschaffen. Das Göttertrio Odin, Wili und We erschlug ihn, weil sie befürchteten von Ymir verdrängt zu werden. Aus dem Blut des Riesen schuf das Trio das Meer, aus dem Fleisch wurden die Kontinente, die Knochen wurden zu Gebirgen und Meeresklippen, die Zähne zu Steinen und Geröll, die Haare zu Bäumen und Gras, das Gehirn verstreuten die Götter und schufen so Wolkengebirge und die Schädeldecke des Riesen machten sie zum Himmel. Um den Himmel zu verankern, nahmen sie vier Zwerge: Oster, Wester, Norder und Suder – und die Himmelsrichtungen waren geboren. Dann nahm das Göttertrio noch Feuerfunken aus Muspelheim und warfen sie in den Himmel und aus den Funken wurden die Sterne. Die Menschen schufen sie schließlich aus zwei Baumstämmen. Odin hauchte ihnen Leben ein, Wili schenkte ihnen Verstand und We die fünf Sinne.

Jotunheim

… ist das Reich der Riesen oder auch Reifriesen. Sie sind die Erzfeinde der Arsen. Es gibt zahlreiche Kämpfe zwischen ihnen, worin auch Loki verwickelt ist, der der Sohn eines Riesen ist. Seine Kinder den Wolf Fenrir, die Midgardsschlange und Hel zeugte er mit der Riesin Angrboda.

Nidavellir

…ist die Heimat der Zwerge und Gnome, auch Dunkelelben genannt. Sie leben in Bergen und Höhlen in den Tiefen der Erde. Ihr Gegenpol sind die Lichtalben.

Niflheim

… ist eine der beiden Ursprungswelten aus denen der gesamte Kosmos entsprungen ist. In Niflheim (auch Nebelheim) liegt die Quelle Hverglmir von der aus zahlreiche Gewässer fließen. Es ist eine kalte, frostige und nebelige Welt. Durch die kalten Ströme Niflheims und die heiße Luft Muspellsheims entstand der Riese Ymir.

Muspellsheim

… ist die zweite Ursprungswelt, durch die alles andere entstand. Es wird von heißen, lodernen Flammen regiert und vom Feuerriesen Surt mit einem flammenden Schwert beschützt.

Helheim

… ist das Totenreich, welches von der Göttin Hel beherrscht wird. Hel ist eine Tochter von Loki und wurde von Odin zur Herrin über neun Welten gemacht. Hierhin gelangen Verbrecher und alle Toten, die nicht nach Walhalla können.

 

Yggdrasill

… ist die Weltesche, die alle Welten miteinander verbindet. Seine Wurzeln reichen zu den Menschen, Riesen und der Unterwelt. In seinem Wipfeln liegt Walhalla.
Der Baum wird von vielerlei Tieren bedroht, die an den Wurzeln nagen oder die Blätter fressen – und am schlimmsten ist ein Eichörnchen namens Ratatöskr. Beschützt wird er von den Nornen, die ihn mit einem Gemisch aus Sand und dem lebensspendenden Wasser des Urdbrunnen begießen.

 

Alles in allem, ist die nordische Welt ziemlich komplex und auch teilweise etwas diffus, da es nur Rekonstruktionen der Mythen gibt bzw. späte Nachschriften und die Quellen weisen somit oft Lücken auf oder sind widersprüchlich. Aber ich hoffe, dass ich euch trotzdem einen guten Einblick geben konnte und ihr beim Lesen von Magnus Chase Mythologie und Buchwelt vergleichen könnt. 😉

Und wenn ihr Tag 1 – 3 verpasst habt, sucht im Blogpost nach den ‚versteckten Beiträgen‘. 😉 Morgen gibt’s bei Lea das Battle zwischen Percy und Magnus.

Von Vanessa 11. August 2016 20

[Blogtour] Leben auf dem Meer

Hallo ihr Lieben und Herzlich Willkommen zur Blogtour zum neuen Buch von Lucy Clarke Das Haus, das in den Wellen verschwand, welches im Piper Verlag erschienen ist.
Nachdem wir nun schon die ‚The Blue‘ geentert haben und wissen, wie das Leben als Aussteiger aussehen kann, kommen wir nun zur Unterkunft!
Der Titel  Das Haus, das in den Wellen verschwand gibt uns schonmal einen Hinweis. Auch wenn unsere Protagonisten nicht in einem richtigen Haus wohnen, sondern auf einer Segelyacht, die über den Pazifik schippert, suchen wir „Häuser, die in Wellen verschwinden können“.

Nämlich Hausboote! Und wer schonmal in unserem wunderschönen Nachbarland den Niederlanden war und Amsterdam besucht hat, dem werden die teils kuriosen ’schwimmenden Häuser‘ aufgefallen sein.

Das Hausboot (nl. woonboot) ist in den Niederlanden eine begehrte Wohnungsalternative, den es herrscht Wohnungsmangel auf dem Land. Allein in Amsterdam ankern um die 2500 Hausboote und insgesamt gibt es rund 10 000 legale Hausboot-Stellplätze in den Niederlanden.

Die ursprünglichste Form des Hausboots bilden die  ausgediehnten Binnenschiffe, welche wohnungstauglich gemacht wurde. In den amsterdammer Grachten sieht man diese Form immer noch ziemlich häufig.

Tipp: Wer einmal sehen möchte, wie man in dieser Hausbootform gelebet hat, dem empfehle ich ein Besuch des Houseboat Museum in Amsterdam. 

Aber auch „wirkliche“ Häuser (nl. waterwoningen) auf dem Wasser sieht man hier zu Hauf. Diese Hausboote sind dann auch wirklich nicht mehr seetauglich und nur dafür konstruiert an einer bestimmten Stelle zu ankern, was Vorteile, aber auch Nachteile bringt, vorallem bei der regelmäßigen Wartung. Die ausgediehnten und umfunktionierten Schiffe, können immer noch gut übers Wasser gezogen werden, die ’schwimmenden Häuser‘ nicht. Vorteil dieser Variante ist dabei, dass man völlige Narrenfreiheit – je nach Bauamt – hat, was die Gestaltung angeht. So gibt es auch Schwimmhäuser, die über mehrere Stockwerke verfügen und allen Komfort einer regulären Wohnung bieten. Wenn man Google mal nach „waterwoningen“ sucht, findet man echt schräge und krasse Dinge. Es gibt tatsächlich gemauerte Schwimmhäuser, aber auch welche die komplette Glasfronten haben.

Zu Beachten bei dieser Art des Wohnen ist, dass die Hausboote regelmäßig gewartet werden müssen, denn wo Wasser auf Holz und andere Materialien trifft, kann es rotten. Auch ist eine Seekrankheit nicht ausgeschlossen, denn bei starkem Wind schwankts. Außerdem können im Winter die Wasserleitungen, die vom Festland kommen, einfrieren,  und mit Spinnen im Haus und neugierigen Passanten, die ins Haus gucken, muss man leben können!
Aber dafür hat man das ganze Jahr über ein gewisses Urlaubsfeeling, kann den Sonnenaufgang im Freien mit einem Kaffee begrüßen und abends vom Schlafzimmer den Sonnenuntergang mit direkten Blick aufs Wasser genießen!
 

Blogtourfahrplan

03.08 Leben auf dem Meer


Könntet ihr euch vorstellen auf einem (Haus-)Boot zu leben? Warum ja? Warum nein?Ich möchte auf jeden Fall mal in den Genuss kommen auf einem Hausboot Urlaub zu machen. *.*

 

Von Vanessa 3. August 2016 0