Kategorie: Rezension

[Rezension] Tiphaine Rivière – Studierst du noch oder lebst du schon?

Tiphaine Rivière | Studierst du noch oder lebst du schon? | Übersetzt von Mathilde Ramadier | 184 Seiten | Graphic Novel  |Paperback 19,99€ |Knaus
Studierst du noch oder lebst du schon? – Das ist hier die Frage.
Jeanne Dargan schmeißt ihren Lehrerjob hin, als sie als Doktorandin akzeptiert wird. Zunächst ist sie noch enthusiastisch, aber die Zeit vergeht, der Doktorvater wenig hilfreich und die Institutssekretärin erst… Ach ja und ihr Freund und die Familie haben auch wenig Verständnis und fragen sie nur, warum sie denn nicht fertig wird.
Du bist Student*in, bist gerade dabei einen Abschluss zu erlagen, egal ob Bachelor, Master oder die Promotion? Ja dann geht’s dir vermutlich wie mir, oder aber Jeanne. Ich habe mich in dieser Graphic Novel so wieder gefunden. Es wird auf eine sehr schöne selbstironische Weise gezeigt, wie es vielen Studenten (vor dem Abschluss) geht. Und auch diese lästige Fragerei und Stresserei der Verwandtschaft, die immer wieder fragt „Wieso studierst du das?“ „Was machst du dann damit?“ „Und wie geht es weiter?!“ wird in Studierst du noch oder lebst du schon? von Tiphaine Rivière thematisiert.
Der Zeichenstil von Rivière ist auch ziemlich eigenen, irgendwas zwischen ‚einfach‘ und ‚ausgearbeitet‘, aber sehr passend zu den Emotionen der Charaktere.
Als ich die Graphic Novel in den Händen hatte und anfing zu lesen und ich es nach maximal einer Stunde durch hatte, musste ich schon sehr schmunzeln, weil ich mich abgeholt und so oft wiedergefunden habe. Ein muss für jeden (Geistenwissenschafts-)Studenten! Und vielleicht noch ein gutes Last-Minut-Geschenk für selbige. 😉

Wenn ihr Studenten seid, kennt ihr diese unangenehmen Fragen und wie geht ihr damit um?

 

 

Danke an das Knaus für das Leseexemplar!
Von Vanessa 22. Dezember 2016 3

[Rezension] Katherine Addison – Der Winterkaiser

Fischer Tor, Fantasy, Winter, Petra Huber
Katherine Addison | Der Winterkaiser | Übersetzt von Petra Huber | 544 Seiten | Fantasy  |Paperback 15,99€ |Fischer Tor
Es ist Winter und kalt, also die perfekte Jahreszeit zum Lesen und heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, was auch noch perfekt in diese Jahreszeit passt.
Maias Vater, der Elfenkaiser, und seine drei ältern Halbbrüder kommen bei einem Unfall ums Leben und plötzlich wird er, der ungeliebte und verbannte Sohn, der neue Kaiser. Da er zudem noch halb Elf und halb Kobold ist, ist nicht jeder am Hofe erfreut über diese Wendung.
Der Winterkaiser von Katherine Addison ist ein etwas untypischer High-FantasyRoman, denn es gibt keine große epische Schlacht. Trotzdem – oder gerade deswegen? – konnte der Roman mich nicht zuletzt durch den Schreib– und Erzählstil der Autorin fesseln. Man verfolgt beim Lesen Maia auf seinem Weg, durch die Höhen und Tiefen des Kaiserseins‚ und lernt mit ihm zusammen, wie das eigentlich funktionert. Ich fand es sehr spannend, dass der Leser nur genauso viel weiß, wie der Protagonist ohne, dass es aus der Ich-Perspektive geschrieben werden musste. Und auch wenn die Geschichte nicht in einer großen Schlacht endet, gibt es einige Spannungsmomente die für den nötigen Ausgleich sorgen. 
Am besten lässt sich dieser Roman wohl als fantastischer Entwicklungsroman beschreiben und ist auch etwas für Einsteiger in die Welt der fantastischen Romane. Aber auch Fantasyliebhaber werden ihn mögen, wenn man sich darauf einlässt, dass er etwas anders ist als üblich.
Für mich ein neuer

Vielen Danke an Fischer Tor für das Rezensionsexemplar!
Von Vanessa 18. Dezember 2016 2

[Rezension] Charlotte Lucas – Dein perfektes Jahr

Wiebke Lorenz, Roman, Bastei Lübbe, Liebesgeschichte, Kalender, Filofax, Rezension
Charlotte Lucas | Dein perfektes Jahr | 576 Seiten | Frauenroman | Hardcover 16,00 | Erschienen am 09.09.2016 | Bastei Lübbe
Ich bin gerade auf der Frankfurter Buchmesse und treffe Charlotte Lucas bei einem Meet & Greet, welches von Bastei Lübbe organisiert wird. Als kleinen Vorgeschmack auf den Bericht gibt’s schon heute die Rezension zum Buch!
Von Vanessa 21. Oktober 2016 7

[Rezension] Kohei Horikoshi – My Hero Academia Band 1

Kohei Horikoshi | My Hero Academia Band 1 | Übersetzt von Gandalf Bartholomäus | 192 Seiten | Manga, Action |Taschenbuch 6,99€ |Carlsen Manga

Wie würde eine Welt aussehen, in der 80 Prozent der Bevölkerung Superkräfte besäßen? Helden und Bösewichte würden sich quasi pausenlos bekämpfen. Doch wie und wo könnten die Helden lernen, ihre Fähigkeiten, die sogenannten »Macken« (jp. Kosei) effizienter zu nutzen? Natürlich an der MY HERO ACADEMIA!
Und was ist mit den 20 Prozent der Bevölkerung, die ohne Superkräfte in diese Welt geboren wurden?
Der Schüler Izuku Midoriya möchte nichts sehnlicher als Superheld zu sein, aber in ihm steckt nicht ein Quäntchen einer Superhelden-Macke! Und ohne Macken hat er null Chance jemals auch nur einen Fuß in die U.A. High School für Superhelden zu setzen. Izukus Leben scheint völlig sinnlos – bis… bis er eines Tages All Might, den Superhelden aller Superhelden tifft! Diese Begegnung könnte den Wendepunkt seines Leben einläuten… (Quelle: Carlsen)

Normalerweise entscheide ich erst nach drei Bänden, ob ich einen Manga weiterlese oder nicht, da der erste Band ja meist nicht mehr ist als ein Prolog oder erstes Kapitel eines Romans. Der Einstieg in diese Mangawelt fiel mir ziemlich leicht. Die Zusammenfassung des Inhalts oben, beschreibt ziemlich gut, was wir in Bildern und durch das Begleiten des Schülers Izuku erfahren. Eine Welt in der (fast) alle Superhelden sind, ist schon ziemlich spannend. Aber natürlich gibt’s da dann auch Bösewichte und Helden, die gar nicht so heldenhaft sind sondern eher nach Ruhm und Anerkennung streben und anderen das Leben schwer machen. Vor allem Izuku kriegt einiges von seinem Mitschüler Katsuki ab, da er den Traum hat auf die Yuuei, die Eliteschule für Superhelden, zu gehen, aber keine Macke hat. Aber was wäre so ein Manga, wenn es Izuku nicht irgendwie gelingt doch an diese Schule kommen und die Möglichkeit zu haben ein echter Superheld zu werden. Die Story verläuft auch ziemlich stringend, wie es für Superheldengeschichten ziemlich typisch ist.

Den Zeichnstil finde ich auch sehr ansprechend und detailreich. Die Charaktere wirken ausgereift und man erkennt die Mühe des Zeichners. Zwischen den einzelnen Kapiteln werden die Hauptcharaktere kurz vorgestellt, mit ihren Macken und Besonderheiten. 

Ich finde, dass der erste Band von My Hero Academia ein gelungener Einstieg ist und Lust auf mehr macht. Ich bin durchaus positiv überrascht, da ich eigentlich nicht zu solchen Geschichten greife, durch die Blogtour erhielt ich dann aber die Möglichkeit mal über meinen Tellerrand zu gucken. Trotzdem gibt es natürlich typische Elemente, ob der Handlungverlauf also auch vorhersehbar wird oder nicht, bleibt aber abzuwarten.

Kennt ihr den Manga oder habt den Anime gesehen? Ist der Verlauf vorhersehbar oder docht nicht? 

Von Vanessa 13. Oktober 2016 2