Kategorie: Rezension

[Rezension] Björn Springorum – Der Ruf des Henkers (mit Zusatzinfos von der LBM16)

Buch auf Mauer, Fantasy, Jugendbuch, Thienemann-Esslinger, Björn Springorum, Der Ruf des Henkers,
Björn Springorum|Der Ruf des Henkers | 352 Seiten | historische Fantasy, YA | Hardcover 14,99€ | Erschienen am 15.02.2016 | Thienemann
Auf der Leipziger Buchmesse durfte ich Björn Springorum bei einem Meet & Greet kennenlernen und im Zuge dessen habe ich auch vorab das Buch bekommen. Das Meet & Greet fand am Messefreitag statt und war eins meiner Highlight. Ich habe Patty von Das Bücherchamäleon mitgenommen und zusammen mit vier anderen Bloggerinnen haben wir es uns am Thienemann-Esslinger Stand gemütlich gemacht. Zuerst las Björn Springorum den Prolog aus seinem Roman und anschließend versorgte er uns mit ein paar Hintergrundinformationen zum Buch, zu seinem neuen Buchprojekt und es war einfach ein sehr nettes Gespräch bis die Messeglocken klingelten. (Mehr davon am Schluss)
Wir befinden uns in der Mitte des 19. Jahrhunters in England. Der berühmt berüchtigte Henker William Calcraft zieht von Dorf zu Dorf um die Todesstrafe am Galgen zu vollziehen. Schon allein sein Name verbreitet Respekt, aber auch – oder vor allem – Angst und Schrecken. Als er eines Tages ein Mädchen verschont auf Wunsch des verliebten Pastorensohns Richard Winters, wird dieser zu Calcrafts Lehrling und zieht fortan mit ihm von Stadt zu Stadt bzw. Dorf zu Dorf. Richard lernt schnell, hat aber mit seinem strengen Meister ab und an seine Probleme, auch weil dieser ein dunkles Geheimnis vor ihm verbirgt. Als Calcraft seinen Lehrling schließlich doch in dieses einweiht, nimmt die Ausbildung eine ganz andere Richtung ein und mehr als ein Leben steht auf dem Spiel.
Als ich das Buch aus der Post holte und das Päckchen öffnete, bewunderte ich natürlich erst einmal das tolle Cover, welches Maximilian Meinzold gestaltete. Auch im Inneren ist das Buch schön gestaltet. Der Torbogen vom Cover begegnet einem auch immer wieder beim Lesen und es gibt auch mindestens einen Brief, der grafisch herausgehoben wird. Ein kleines Manko gibt es allerdings, denn der Henker eine Axt in der Hand, was optisch zwar schöner aussieht – als Nase des Totenkopfes – aber keinen inhaltlichen Bezug hat. Calcraft hängt die zum Tode Verurteilten nämlich. Dies passiert zu dieser Zeit üblicherweise mit einem Seil, doch favorisiert Calcraft es auch noch aus einem ganz anderen Grund. Was genau verrate ich aber nicht, denn es hat nämlich etwas mit seinem Geheimnis zu tun. Björn Springorum hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Ich konnte der Geschichte sehr gut folgen. Die Geschichte hatte ein gutes Tempo, genug Spannungs- und Gruselmomente. Ab und an wird es dann auch ziemlich düster, was durch nächtliches Lesen noch verstärkt wird.
Fantasy, Jugendbuch, Meet and Greet, Zusatzinfos, Rezension

„Und dann geschah es. Ich hielt inne. Was war das gewesen? […] »Richard.« Ich zuckte zusammen. Was war das gewesen? […]Dann sah ich es. Obwohl ich am liebsten davongelaufen wäre, bewegte ich mich wie von selbst auf die kleine Holzbude zu. Sie stand etwas abseits der Menge, an der Mauer vor einer Kirche, […]. »Er wird dich opfern.« Wieder diese geisterhafte Stimme.“ (S. 119-120)

Der Roman wird aus der Sicht von drei Charakteren aus der Ich-Perspektive erzählt. Die längsten Kapitel hat Richard Winters, Calcrafts Lehrling. William Calcraft erzählt seine Sicht der Dinge in kürzeren Kapiteln und dann gibt es noch nach dem ersten Drittel des Buches Tagebucheinträge von Rose. Sie und ihr Onkel Benjamin sind Juden und betreiben ein Gasthof in dem Richard und Calcraft in London absteigen. Alle Charaktere habe ich beim Lesen liebgewonnen und auch die Ängste und Zwiespälte von Richard und Calcraft konnte ich gut nachvollziehen, auch wenn ich mir bei Calcrafts Überlegungen oft dachte „sags dem Jungen doch einfach!“.^^ Die Dynamik zwischen den Charakteren ist stimmig und die Entwicklung dieser nachvollziehbar und logisch. Springorum hat sehr interessante historische Orte für seinen Roman gewählt und auch die Mischung zwischen diesen historischen Elementen und Fakten mit magischen Fabelwesen funktioniert erstaunlich gut.
Der Roman hat mich gefesselt und in den Bann gezogen, diese Art der Mischung aus Fantasy, Historie und Jugendbuch habe ich so zum ersten Mal gelesen. Allein das macht Der Ruf des Henkers lesens- und empfehlenswert. Die Charaktere sind gut durchdacht und authentisch. Auch die Geschichte entwickelt sich natürlich und ist in sich schlüssig. Trotzdem war für mich Calcrafts Geheimnis nicht sehr überraschend, wobei es auch angedeutet wird, genauso wie der ‚Entgegner‘.
weitere Rezensionen zum Buch bei

Zusatzinfos zum Roman von Björn Springorum

© Stefan Heilemann

– in London haben Henker in dieser Zeit keine Kappe mehr
– das Gefängnis aus dem Roman gibt es nicht
– Springorum hatte während der Arbeit an Der Ruf des Henkers einen Alptraum wo er einen Strick um den Hals hatte
– die Recherchezeit war 3-4 Monate intensiv mit einer Reise nach London/England
– die Perspektive war erst eine andere, für Springorum war es der erste Roman in der Ich-Perspektive
– er hat seiner Lektorin viel zu verdanken, ohne sie wäre der stilistische Unterschied zwischen Calcraft und Richard nicht so groß
– die Idee zum Roman hatte er, als er ein Interview mit einem Bandmitglied einer Band führte, dessen Vorfahre William Calcraft ist
– Springorum hat Angst vor Spinnen, deswegen kommt dies auch in seinen Büchern vor, es ist eine Art Verarbeitungen mittlerweile aber auch sowas wie ein ‚Running Gag‘

Von Vanessa 9. Oktober 2016 2

[Büchergeblubber] Rick Riordan – Magnus Chase – Das Schwert des Sommers

Hallo ihr Lieben und Willkommen zum neuen Büchergeblubber, wo dann wirklich über Bücher ‚geblubbert‘ (also gequatscht) wird, ganz frei von der Seele. Und das, was vorher ‚Büchergeblubber‘ hieß und meine ‚Rezensionen‘ waren, werden von nun an auch so heißen! 😉 Also Büchergeblubber = alles was ich über ein Buch loswerden will und Rezension = Besprechung von Büchern, wie ihr es bisher von den Büchergeblubbern kennt. Und das erste Buch, über das ich in diesem ’neuen‘ Format blubbern möchte, ist Magnus Chase – Das Schwert des Sommers von Rick Riordan, welches im Carlsen Verlag erschienen ist.

Für unsere Magnus Chase – Blogtour haben wir alle das Buch bekommen und auf den Blogs von Lea, Patty, Sanne und Simone findet ihr ihre Rezensionen dazu.

Aktuell bin ich bei Kapitel 22/72, also noch nicht so wahnsinnig weit. ABER „WTF?“ und „OMG!“ dieses Buch! Ich lege es nur sehr, sehr ungern aus den Händen – Arbeit pff was ist das… xD Ok, leider geht das nicht und das ’normale‘ Leben unterbricht mich beim Lesen.
Magnus ist ja für mich das erste Buch aus dem Götteruniversum von Rick Riordan btw. das erste Buch von eben diesem und dieser Schreibstil! Ich fliege nur so über die Seiten, schmunzeln oder muss mich im Zug oder Seminar zusammen reißen nicht laut loszulassen. Magnus ist doch ziemlich sarkastisch und mir dadurch sehr sympathisch! Auch durchbricht er immer wieder die ‚vierte Wand‘, spricht den Leser also direkt an. Ich mag es ja, wenn nicht alles ganz ‚klassisch‘ ist, aber auch nur, wenn es gut umgesetzt ist. An diesen Stellen merkt man Magnus‘ Sarkasmus übrigens sehr gut.
Ein weiterer Punkt, den ich wirklich gelungen finde, sind die Überschriften!

Sie sind witzig und manchmal Anspielungen auf Serien, Filme o.ä.. Endlich mal Überschriften die Sinn machen! (oder wenn nicht wenigsten unterhaltsam sind) Beim Thema Anspielungen… davon findet man auch so einige – und ich bin ja erst auf Seite 172.^^
Ich muss zugeben, dass ich anfangs doch ein wenig skeptisch war, ob mich die Geschichte wirklich begeistern kann. Auch die Dicke des Buches schüchterte mich ein wenig ein. Doch ich bin positiv überrascht und kann es kaum erwarten, dass mein Unitag heute vorbei ist! Ich will Lesen!
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte weitergeht und sobald ich durch bin, gibt’s dann auch eine Rezension von mir dazu.

Schaut euch auf jeden die Rezensionen meiner lieben Kolleginnen und Tourbegleiterinnen an!

Und noch zwei Fragen am Schluss:
Wie gefällt euch die neue Version des Büchergeblubbers? 

Und ist der Schreibstil bei den anderen Büchern von Rick Riordan auch so?

Von Vanessa 13. August 2016 2

[Rezension] Jonathan Stroud – Lockwood & Co – Der Wispernde Schädel

Schon seit mehr als  50 Jahren wird England von einer Geisterepidemie heimgesucht. Keiner weiß, wie oder warum. Die Bewohner London verbarrikadieren sich deshalb, denn nur Kinder und Jugendliche können die Geister sehen und sich so vor der Geistersieche schützen. Die besonders talentierten von diesen arbeiten bei Agenturen, um dem Problem Herr zu werden.

Von Vanessa 14. Januar 2016 0

[Rezension] Jonathan Stroud – Lockwood & Co. – Die Seufzende Wendeltreppe

In ganz England erwachen die Toten seit ein paar Jahrzente als Geister wieder. Die meisten dieser Geistererscheinungen sind aber nicht harmlos. Deswegen bildeten sich immer mehr Agenturen, die diese Heimsuchungen mit Hilfe von Kindern und Jugendlichen als Agenten bekämpfen. Denn Erwachsene können die Erscheinungen nicht wahrnehmen und agieren deshalb nur als Berater der Agententrupps.

Von Vanessa 12. November 2015 0